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Mond -. Regen - Sonne
@ 2009-11-17 – 13:45:27
Heute bin ich im Mondschein zu meinem Dienst aufgebrochen. Zwingenberg hat noch geschlafen, aber ich war schon im Taxi unterwegs zu meinem Zug nach Paris. Auf dem Weg dahin war das Wetter miserabel. Es hat in Strömen geregnet, und der Wind hat auf dem Bahnhof in Saarbrücken den Zug so richtig durchgeschüttelt.
Aber trotzdem war es eine schöne Fahrt. Mein (Groß-) Abteil war so gut wie leer, und es gab Kaffee und Frühstück umsonst. Wie gesittet! Ich habe mein Buch fertig gelesen (Arnaldur – Indridason – empfehlenswert!) und mich dann über meine Email hergemacht.
In Paris hat mein Transfer vom Gare de l'Est zum Gare de Lyon prima geklappt. So langsam kriegt ich die Metro in den Griff! In Richtung Grenoble ist das Wetter richtig schön. War es schon in Paris warm, so scheint hier die Sonne. Es ist noch grün, die Häuser könnten auch in Südfrankreich stehen. Mal sehen, wie Grenoble heute aussieht.
Gestern war ich wieder bei Schindermichael. Und er hat mich wieder hart rangenommen. Aber irgend etwas hat nicht funktioniert: Ich kann heute richtig laufen und mir tut (fast) nichts weh. Ich muss mal mit ihm reden. Dafür bezahle ich schließlich nicht das viele Geld :-)
Ralph
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Mord und Totschlag
@ 2009-11-15 – 21:57:56
Gerade habe ich Tatort gesehen. Ein Serienkiller treibt in Hannover und Braunschweig sein Unwesen. Ich soll demnächst auf dem Demo Camp in Braunschweig anwesend sein. Ich weiß gar nicht, ob ich das noch wirklich will.
Aber dann haben sie ihn doch gekriegt. Aber ich weiß trotzdem noch nicht. Der Hauptkommissar dort in Braunschweig ist ein rechter Arsch. Und wenn wir dann beim Stammtisch ein bisschen laut sind – was ist dann? Das gibt bestimmt eine unerfreuliche Situation!
Lieber Hendrik: Das war wieder ein richtig guter Tatort. Schade, dass Du ihn wieder nicht gesehen hast.
Ralph
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Vertrieben
@ 2009-11-15 – 09:49:58
Heute ist der Tag! Heute will ich mich mit den Vertriebenen beschäftigen. Das wollte ich schon lange tun. Diese armen Menschen, die nach dem 2. Weltkrieg ihre Heimat verloren haben, Haus und Hof (in manchen Fällen auch Gutshof und Schloss) aufgeben mussten und sich ungeordnet (und ohne Hilfe von oben) nach Westen absetzen mussten.
Alles weggenommen hat man denen. Und schlimmer noch. Ihre Heimat wurde anderen Ländern zugeordnet. Meistens Länder, die von slavischen Völkern bewohnt und regiert waren. Denselben, die man bis kurz vor der Vertreibung als Völker, die nach der vorherrschenden Gesinnung nicht wirklich auf Par waren, betrachtet hat.
In meiner Jugend hat man öfter von denen gehört, den Vertriebenen. Weil mein Vater auch vertrieben wurde. Während er eigentlich ganz zufrieden war mit seinem neuen Leben und sich recht stark von den stock-konservativen Revisionisten distanzierte, war von Anderen deutlich das Heulen und Zähneknirschen zu hören. Besonders als Brandt in Polen war (damals), da wurde es richtig laut.
Jetzt sind sie auf einmal wieder da. Die Revisionisten. Da will doch die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen unbedingt Mitglied Bundesstiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" werden, obwohl sie nach all ihren vorherigen Äußerungen die Unversöhlichste ist. Überhaupt, was dies das denn für ein Verein? Was wollen die eigentlich, diese Ewig-Gestrigen? Vielleicht wissen sie es schon selber nicht mehr genau. Jedenfalls kann man zu dem Schluss kommen, wenn man mal ein bisschen in den Personalien blättert. Die sind sogar so konservativ, dass sie immer noch PHP3 benutzen!
Es fällt mir schwer, aber es muss gesagt werden: Weiter so, Guido Westerwelle. Gebe denen nicht nach!
Ralph
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Meine Partei schaltet um
@ 2009-11-14 – 22:34:16
Die SPD hat ihren Parteitag. Auf einmal ist alles anders. Die Vermögenssteuer soll wieder kommen. Und die Rente soll es auch wieder früher geben. Und überhaupt wollen wir wieder sozialer werden. So sozial, dass sogar die Linken nicht mehr von vorne herein ausgegrenzt werden. Münte wird freundlich verabschiedet. Und der Genosse Gabriel wird mit überwältigender Mehrheit gewählt. Offenheit. Mitbestimmung. Wenn der Mann jetzt noch schwarz und durchtrainiert wäre, dann würde man denken, es sei Obama selbst.
Das ist schon spannend. Sollte ich jetzt etwa wieder mal hier in die Ortsgruppe gehen? Ob dort das Umschalten auch schon angekommen ist? Die Webseite neue Artikel hat? Der Bürgermeister konstruktiv angemacht wird? Spannende Ideen für Zwingenberg diskutiert werden?
Wahrscheinlich ist das schon so. Oder? Dauert es am Land vielleicht ein bisschen länger? Mal schauen, wann hier das Personal ausgetauscht wird.
Ralph
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Im Stau noch Spaß
@ 2009-11-12 – 18:38:06
Ein neues Auto habe ich. Ein richtig Schönes, mit vielen Schaltern und einem Schiebedach und all so Sachen. Und einer kombinierten Navi/CD/Radio Einheit. Da macht das Fahren Spaß. Sogar im Stau zu stehen. Denn da habe ich Zeit, mir die Bedienungsanleitung zu lesen und die ganzen Feinheiten zu verstehen. So kann das Navi nach erstem Berechnen der Route ohne Navi-CD arbeiten und man kann eine Musik-CD (sogar eine Daten-DVD mit MP3 Dateien) hören.
Nur wenn man sich verfährt und dem Navi nicht zuhört. Dann muss man zur Strafe wieder die Navi-CD einlegen, damit der Kollege eine neue Route berechnen kann. Und schon hört man wieder Musik. Das nenne ich eine erzieherische Maßnahme. Dass die Jungs von BMW so clever sind.
Sitzheizung hat das Auto auch noch. Das tat mir gestern richtig gut. Denn da hatte ich wieder eine heftigen Muskelkater, nachdem der Schindermichael es mir wieder besorgt hatte. Noch heute viel mir das Laufen schwer. Langsam ein Bein vors andere. Heute Abend ist es besser. Aber Morgen um 9:00 bin ich wieder reif. Dann kommt Stunde 3 (von 10). Aber was macht man nicht alles für 20 Meter!
Nächste Woche wird es recht anstrengend. Am Dienstag werde ich nach Grenoble fahren. Dann nach Paris, um dort meinen Mike zu treffen. Und dann am Donnerstag nach Eindhoven zu einem weiteren Meeting. Das gibt ordentlich Zug-Kilometer!
Achja. Am Montag lasse ich mir einen IPod Anschluss in mein neues Auto bauen. Damit ich mich unterbrechungsfrei verfahren kann, ohne das ich von der Navi-Dame angemotzt werde.
Ralph
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Na dann mal los
@ 2009-11-08 – 21:04:57
Heute hat mich einer der treuen Leser meines Blogs angerufen. Nein, nicht mein Vater. Der Andere! Er hat mich gefragt, ob ich noch lebe, und ob es mir gut geht. Weil er schon lange nichts mehr von mir gehört – oh, gelesen hat. Als gut. Dann schreibe ich halt wieder.
Eclipse Summit haben wir hinter uns gebracht. Gut ist er gewesen, sagen alle. Auch die, die teilgenommen haben. Das freut mich schon. Denn wir haben uns wirklich eine Menge Mühe gegeben!
Letzte Woche hatte ich mir dann frei genommen. Abspannen. Aber dann kam mir doch eine kleine Grippe in den Weg, und die ersten 3 Tage waren nicht so gelungen. Aber immerhin. Die letzten paar Tage gingen dann, und ich jetzt geht es mir wieder besser.
Heute habe ich hier im Fitness Studio mein Personal Training angefangen. Was denn mein Ziel sei, fragte mich der Schindermichael. 20 Meter, habe ich geantwortet. Da hat er gelacht, und ich auch. Mir ist das Lachen dann ziemlich schnell vergangen. Ich glaube, dass ich noch selten in meinem Leben so hartes Training gemacht habe. Und dabei hat er mich nur getestet. Kein einziges Gerät haben wir benutzt. Nur am Boden, auf einem Petzi Ball und einem Bosu. Schnelle Sprünge, schnelle Bewegungen. Dann wieder isometrische Übungen. Jetzt bin ich platt! Und ich habe schon kleine Probleme, aus dem Sofa wieder hochzukommen.
Am Dienstag geht’s weiter. Die 20 Meter muss ich mir wohl hart erkämpfen!
Ralph
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Ehrentag
@ 2009-10-19 – 11:10:37
Am Samstag haben wir den 75. Geburtstag meiner Mutter gefeiert. Obwohl der Geburtstag schon am Donnerstag war, sind wir aus allen Richtungen in die Rhön geeilt, um uns im Hotel Rhöngarten zum Essen, Trinken und Feiern vom frühen Nachmittag bis in die späten Abendstunden zu versammeln. Aus dem Osten kamen die Leute (früher 'die Zone' genannt), aus dem Süd-Westen (hessische Toskana, auch als Bergstraße bekannt), und aus dem fernen Tschechien kamen sie mit alten Kampfwagen, aus deren defekten Thermostaten langsam das Motoröl in die Umwelt gedrückt wurde.
Hier ein kurzer Einschub. Als mein Bruder mir das mit dem Thermostaten sagte, habe ich es ihm nicht geglaubt. Darauf hat er mir gesagt, dass er das auch nicht glauben würde. Aber er hat es gesehen. Und er hat nur noch die Schultern hängen lassen, den Kopf geschüttelt und leise gesagt: "Das ist nicht Heldentum sondern Wahnsinn, wenn man mit einem solchen Auto noch das Dorf verlässt! Wahnsinn". Und recht hat er. Die meisten Arbeiter, die das Ding mal als junge Männer zusammengebaut hatten, sind schon in Rente.
Die Feier selbst war ganz schön. Getrunken wurde. Gegessen wurde auch. Aber nicht genug. Am Sonntag Morgen wurde ich zum Hotel zurückgeschickt, um die Überreste einzusammeln. Und es war gut, dass ich mein Auto ausgeräumt hatte. Denn ihr Leser wisst es sicher nicht: Aber in der Rhön ist es immer noch üblich, dass der Kuchen zur Feier ins Restaurant gebracht werden kann. Und natürlich wird da immer zu viel gebracht, weil ja jeder mit seiner Backkunst glänzen will. Also hatte ich noch einige Hundert Kuchen, Torten und Desserts zu transportieren.
Mir reicht es erstmal mit Essen. Daher fahren wir jetzt für ein paar Tage in den Osten.
Ralph
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Noch mal Grünberg
@ 2009-10-14 – 09:30:30
Zwei Tage haben wir mit Professor Grosser verbracht. Er bezeichnet sich als Biomechaniker und auch als Konditions- und Krafttrainingspapst. Und wir waren wirklich alle beeindruckt. Er hat uns gerade im Bereich Krafttraining Dinge erzählt, die meine Sicht der Dinge fundamental geändert haben und die auch Einzug in mein persönliches Training und in das Training mit den Golfern haben werden.
Und wie es immer ist bei diesen Meetings: Amazon hat wieder richtig gut verdient. Nicht nur ich habe direkt online bestellt. In den Pausen habe ich mit anderen Teilnehmern gesprochen. Und auch die haben einige Male den „One-Click“-Button gedrückt.
Doping war auch ein Thema. Grosser meinte, dass wahrscheinlich überall im Leistungssport gedopt wird, Golf nicht ausgeschlossen: Hier ist der Beta-Blocker vor der Runde eine beliebte Stärkung. Und es besteht natürlich auch ein gewisser Doping Verdacht, wenn ein Tour-Pro nach der Winterpause mit 30% mehr Muskeln auftaucht.
Dann war Schluss. Und ich war froh, dass ich nach Hause kam. In 2 Wochen bin ich schon wieder dort – dann zu den Prüfungen. Bis dahin muss ich meine Hausarbeiten machen, einen Praktikumsbericht schreiben und das ganze Zeug lernen. Ach ja – und arbeiten, den 75. Geburtstag meiner Mutter feiern und mit meinen kanadischen Verwandten nach Dresden fahren.
Das wird eng – aber so isses.
Ralph
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Zwischenbericht aus Grünberg
@ 2009-10-12 – 10:14:51
Seit Samstag morgen nehme ich an der letzten Woche B-Trainer Ausbildung in Grünberg teil. Das Wetter ist der Jahreszeit angemessen: Es regnet und ist kühl. Für den Samstag war das in Ordnung: Da saßen wir im Seminarraum und haben Theorie gemacht. Gestern hat es uns leider dann erwischt: Da waren wir den großen Teil des Tages am Platz, und trotz Regenkleidung und recht warmer Kleidung war ich nach 4 Stunden komplett durchgefroren.
Heute Professor Grosser aus München. Das ist eine spannende Affäre. Viel Diskussion über mentale Stärke: Tiger Woods freut sich auf den Schlag aus dem Wald, während wir uns fragen, ob wir das überhaupt schaffen können. Damit sind wir schon durch mit dem Schlag, während er wahrscheinlich den Ball wieder aufs Grün bringt. Wir sollten es auch besser mit 'Yes, we can' oder 'Just do it' halten!
Und lasst uns in der Sekunde vor dem Schlag nochmal leicht den Mund öffnen zu Entspannung. Das hat mehr Erfolg als der Vorsatz, 'heute mal locker zu spielen', wie uns das oft von unseren Pros angetragen wird.
Ich bin gespannt auf den Nachmittag.
Ralph

